24 Sep

Barclay und die Versetzungsklausel

Setter at work

Barclay: „cu, das ist ja schrecklich, was bei euch im Arbeitsrecht gemacht wird!“
cu: “ Was ist denn los, Barclay. Was beunruhigt dich ? Sind die Knochen ausgegangen?“
Barclay:“ Neieieiein, das nicht aber ich habe in deiner arbeitsrechtlichen Fachliteratur gestöbert und da schreiben doch tatsächlich Arbeitgeber in den Arbeitsvertrag, dass die Mitarbeiter überall eingesetzt werden können, auch weit weg von ihrem Zuhause. Das geht doch nicht! Stell dir vor, ich müsste aus Haus und Kanzlei ausziehen und stände da ohne ein EINZIGES Körbchen, Schlummerdecken und sonstige Setter Hilfsmittel!!! Geht doch nicht!“
cu:“ Ja genau und selbst außerhalb der Setterwelt geht das nicht so ganz einfach. Du hast bestimmt den Fall des Landesarbeitsgericht Schleswig Holstein gelesen. Das LAG hat in seiner Entscheidung aus August 2015 bestätigt, dass ein Arbeitgeber sich das Recht vorbehalten darf, seine Arbeitnehmer zu versetzen, aber nicht ohne Grenzen zu beachten. Der Arbeitgeber muss – jetzt pass schön auf kleiner Setterjunge – nach billigem Ermessen alle wechselseitigen Umstände und Interessen abwägen und angemessen berücksichtigen.“
Barclay: „Hä? Was?“
cu: “ In dem Fall, über den entschieden wurde musste der Arbeitgeber auch die sozialen Lebensumstände berücksichtigen; also familiäre Belange, soweit nicht betriebliche Gründe oder Belange anderer Kollegen entgegenstanden.“
Barclay:“ Alles klar: soziale Lebensumstände sind bei mir eindeutig die Körbchen und Setterspielzeuge und und und…“
cu:“ Ich versetze dich schon nicht, reg dich wieder ab und kaue an deiner Wurzel weiter… nein, NICHT DER TEPPICH!!!“

17 Sep

Barclay und die Pelzindustrie

Barclay als Strandläufer

cu: „Barclay, du schaust aber toll aus vor den Atlantikwellen…“
Barclay: „Ja genau, und du hast versprochen, dass wir da nächstes Jahr wieder hinfahren! Apropos toll aussehen: Ich hatte heute Nacht wieder eine Lehrstunde von der unglaublich schlauen Setterhündin (Anm. d. Red: das kann nur Amber sein – unser verblichener und schwer vermisster Kanzleihund). Weißt du was die mir erzählte? Ihr Zweibeiner tötet flauschige hübsche Tiere nur wegen deren Fell. Ich überlege schon, ob ich das Fellwachstum SOFORT einstelle.“
cu: “ Beruhige dich – es soll bald eine Änderung im Tierschutzgesetz geben. Die Pelztierhaltung soll langfristig verboten werden, um unnötiges Leiden von Tieren zu vermeiden. Die Tötung von Tieren sei mit dem Grundgesetz nach Art 20 a nur dann vereinbar, wenn es dabei um höherwertige Interessen ginge. Bei der Tötung, nur um einen Pelz zu gewinnen, ist das eben nicht der Fall.“
Barclay: „Ha, meinen Pelz kriegt gar niemand!!!“
cu: „Du bist auch kein Nutztier (die Betonung liegt auf „Nutz“, das kommt von Nutzen oder nützlich!). Außerdem zweifle ich daran, dass jemand es gerade auf deinen pubertären Pelz abgesehen haben könnte…“
Barclay: „Frechheit! Mein Pelz riecht wie ein frischer Frühlingswind!“
cu: „Genau. Und mein Name ist Hase.“
Barclay springt auf: „WAS – WO – HASE, wo ist der, was traut der sich???“

03 Sep

Bürogemeinschaft Uhr/Post ab Oktober 2015

Barclay träumt vom Meer…

Barclay: „Ich weiß cu, du hast viel um die Ohren, aber könnten wir nicht gleich wieder ans Meer fahren oder zum See??? War sooo schön…“
cu: „Ich weiß Barclay… Wir müssen aber hier die Stellung halten, denn bald bekommen wir Verstärkung und Frau RA Elke Post, Fachanwältin für Familienrecht, eröffnet ihre Kanzlei in Bürogemeinschaft mit uns.“
Barclay: „Au ja, die ist nett und ist auch nicht sauer, wenn ich mal ein klitzekleines bisschen sabber… Wann kommt sie denn?“
cu:“Ab Oktober siehst du sie ganz oft! Außerdem wird sich dann die Rechtsanwaltsfachangestellte Frau Anja Burda um unsere Mandanten kümmern.“
Barclay: „Und dann fahren wir ans Meer???“
cu: „Klar, wenn es schön warm ist…“

30 Jul

Setter Karriere trotz Lese- /Schreibeschwäche

Barclay denkt nach....Barclay: „Du cu, hast du nicht vor, mich aufs Gymnasium zu schicken, damit ich Abitur machen und danach was Schlaues studieren kann? Habe gehört, das macht mächtig viel Spaß und ich wäre der erste Setter, der sich das traut.“
cu: „Äh was? Was willst du?“
Barclay: „Abi machen, was sonst und dann studieren.“
cu: Mit wem sind wir bloß beim Spazierengehen zusammen getroffen, das kann er sich doch nicht so einfach ausdenken??? “ Ahem, Barclay-Schätzchen. Dazu gehört aber, dass du Lesen und Schreiben kannst, das weißt du schon, oder?“
Barclay: “ Meine Freundin Amber in den ewigen Jagdgründen  hat mit heute Nacht im Traum erzählt, dass ein großes wichtiges Gericht (Anmerkung der Red.: Das Bundesverwaltungsgericht, Aktenzeichen: BVerwG 6 C 33.14 und 6 C 35.14) darüber entschieden hat, ob Zweibeiner mit Lese- und Schreibeschwäche diskriminiert werden, wenn im Zeugnis steht, dass  einzelne Leistungen (Rechtschreibung) nicht bewertet worden sind. Damit kann man ohne Lesen und Schreiben zu können also das Abitur bestehen!“
cu: „Aber die Rechtschreibung nicht zu bewerten heißt nicht, gar nicht Lesen und Schreiben zu können! Oder willst du behaupten du kannst Beides?)“
Barclay brummend: “ Och Menno, doofe Rumargumetiererei… Ich dachte nur so…“
cu: „AHA!“

18 Jun

Für kleine ungestüme Setter-Jungs wird gebremst!

Barclay: “ Schau mal cu, was ich da wieder gelesen habe und was deine Einstellung zum Autofahren ändern wird: Grundsätzlich gilt die Regel, dass der Auffahrende
bzw. dessen Kfz-Haftpflichtversicherung für den Unfallschaden
aufzukommen hat. Dies nach dem juristischen Grundsatz: „Wenn`s hinten
kracht, gibt’s vorne Geld“. Aber jetzt pass auf: Das Landgericht Paderborn entschied , dass sich der für ein Tier bremsende Autofahrer richtig verhält (AZ: 5 S 181/00). Wer über eine Dorfstraße fährt, muss IMMER mit Tieren – die meinen damit auch bestimmt SETTER und ihre Freunde – auf der Fahrbahn rechnen. Bremst du also als Autofahrer in einer solchen Situation stark ab und ein anderer Wagen fährt dir hinten auf, dann muss die Versicherung des Auffahrenden deinen Schaden bezahlen, und zwar voll. HA! Bremsmanöver wegen Tieren sind nicht fahrlässig, so die Richter. Autofahrer müssen innerorts ohnehin immer bremsbereit sein, weshalb entsprechende Auffahrunfälle grundsätzlich nicht zu Lasten des Bremsers gehen.“
cu: „Respekt, Barclay, aber das mit den Settern und deren Freunde – wer ist eigentlich nicht dein Freund, solange er 4 Beine hat und Wuff macht? – das ist ein echter LEX Setter…“
Barclay: “ Das hat deine Setterhündin im Hundehimmel auch gesagt. Ich war heute Nacht wieder in Kontakt. Sie hat gemeint, dass das alles LEX Setter sei und hat erklärt, das sei ein SETTER- Gesetz für alle Nicht-Lateiner… Was heißt das denn eigentlich, ist Lateiner irgendwas zu essen???“
cu: “ Ja genau du Nerventod, das ist ein kleiner Stinkeknochen, bringe ihn dir das nächste Mal mit. Und jetzt lass mich arbeiten!“

29 Mai

Die Biber kommen…

Barclay: “ Oh Himmel, cu, die Biber sind dabei den Nürnberger Osten zu annektieren. Hast du das gelesen: Selbst im Naturgartenbad wohnt schon einer Nachts im Schwimmbecken! Hat der überhaupt ein Bleiberecht, hat der das gemietet oder ist das eine Schwimmbadbesetzung?“
cu: „Mein lieber Schwan (oder Biber).  Der arme kleine (?) Biber ist von seinen Artgenossen Nachts von der Pegnitz vertrieben worden und musste sich eine neue Bleibe für Nachts suchen. Sei nicht so gemein. Was würdest du denn machen?“
Barclay: “ Ach so der darf das – aber wenn ich nachts ins Bett umziehen will , gibt’s Ärger!“ Diskriminierung auf Grund der Gattung! Ist das nichts für euch Anwälte?“
cu: “ Nee ist es nicht, weil AGG (Allgemeine Gleichstellungsgesetz, Anm. der Red.) nichts mit der Gattung Biber und Setter zu tun hat, sorry. Da musst du noch warten bis zur nächsten Gesetzesinitiative.“
Barclay: „Kannst du denn nichts machen wegen der Besetzung? Das darf der doch nicht!“
cu: “ Da musst du schon den Oberbürgermeister fragen. Der ist für das Schwimmbad verantwortlich und hat als Vertreter der Stadt einzig das Recht, etwas zu tun. Aber dich wird das auch in Sachen Bett nicht weiter bringen…“
Barclay: “ Was kümmern mich auch der Biber und sein doofes Schwimmbad. Ich darf ja in der Pegnitz schwimmen!“
cu: „Schlauer Hund!“

22 Mai

Barclay’s Berufsträume – keine Größenhindernisse

Barclay: „Duuuuu, cu, ich werde doch jetzt langsam aber sicher ein kapitaler Setter-Rüde von stolzen mehr als 60cm Stockmaß. Ich habe da gehört – jaja, ich habe wieder geträumt – dass man bei der Bundespolizei ALS BEAMTER einsteigen kann, wenn man groß genug ist.“
cu „Noch viel besser, Du Jung-Setter: Man darf auf die reine Größe auch nicht mehr reduziert werden, zumindest wenn man Zweibeiner ist. Da hat nämlich eine Bewerberin die vorgeschriebene Körpergröße nicht gehabt und hat gegen die Bundespolizei wegen Diskriminierung geklagt. Und gewonnen.“
Barclay: „Also musste sie doch genommen werden?“
cu: „Das ist der Pferdefuß an der Geschichte. Das Gesetz  (AGG) gibt hier keinen Anspruch auf Einstellung, sondern nur einen Anspruch auf Schadensersatz – und das auch nicht so hoch, dass man ausgesorgt hätte. Die Entschädigung ist auf 2 Bruttogehälter beschränkt.“
Barclay: „Das ist ja doof, das ist ja für den hohlen Setterzahn… Und ich dachte, ich könnte endlich meine Polizeihundausbildung erzwingen. Amber hat mich heute Nacht glatt ausgelacht. Sie meinte, dass unser feines Settergemüt nicht so geeignet sei, Verbrecher zu stellen. Was kann sie da nur gemeint haben?“
cu: „Weiß ich auch nicht. Vielleicht hat das was zu tun mit eurer genetischen Bestimmung zum Vogelhund?“
Barclay: „Papalapapp. Ich werde mich ab heute der Verbrechensbekämpfung verschreiben – wirst schon sehen, ich werde zum scharfen Polizeihund!!! Ähem…. ich frage heute Nacht Amber, was ich da machen kann… in der Zwischenzeit: gehen wir gleich plantschen… bittebittebitte….

15 Mai

Schwimm-Setter mit Entgeltfortzahlung

Barclay: „Puh, cu. War das anstrengend am Wochenende, als ich für dich deine Flipflops suchen und bringen musste… Nachher habe ich mich ganz ausgelaugt gefühlt und ein bisschen fiebrig…“
cu: “ … ach so? Habe ich gar nicht bemerkt. Sag schon: worauf willst du hinaus? Deine Schlafphase vorhin war mal wieder sehr unruhig. Danach erzählst du mir meistens von Amber aus den ewigen Jagdgründen!“
Barclay: “ Ja und von den neuesten Urteilen und den Auswirkungen auf deine Beratungspraxis. Dass die Arbeitgeber wahrscheinlich alle Mindestlohn auch bei Krankheit und Feiertagsvergütung zahlen müssen, ist ja jetzt entschieden. Zumindest im Fall einer Mindestlohnverordnung hat das BAG jetzt dazu gesagt, dass du als Arbeitgeber dann auch als Lohn nach Entgeltfortzahlungsgesetz das Entgelt zahlen musst, dass du auch bei einer Arbeitsleistung hättest zahlen müssen. Also Mindestlohn. Gut, was?“
cu: „Nicht schlecht du Schwimm-Setter. Was hält deine Amber denn von deinen Schwimmkünsten? Ist ja nicht so ihre Sache gewesen, als sie noch unter uns weilte…“
Barclay: “ Sie war stolz auf mich und hat gesagt, dass ich immer kräftig bei cu in der Nähe mein Fell ausschütteln soll. Du magst das total, hat sie gesagt!“
cu: „Ahja! Ohne Worte…“

08 Mai

Barclay lernt vom Bischof…

Barclay: “ Also erhrlich cu, du weist schon, was ich da mache, wenn ich so elastisch in die Knie gehe???“
cu: “ Klar weiß ich das, war ja dabei und deine Pippi-Haltung habe ich in der Tat gelernt zu lesen! Apropos wie Mädchen Pippi machen: Wann ist es denn soweit und wir erleben ein kerniges „Beinchen-Hoch“?“
Barclay: „Also cu, Amber hat mir heute Nacht mal wieder Setter Nachhilfe für die moderne Rechtsanwaltskanzlei gegeben: Sie hat mir gesagt, dass ich jetzt bald erwachsen werden darf: Ich bin ja katholisch – aber jetzt hat sogar die Bischofskonferenz (jawohl: nicht nur einer mit Hut…) beschlossen, dass wir Katholiken uns sogar wiederverheiraten dürfen und deswegen nicht mehr gekündigt werden!!! Toll, was?“
cu:“ Ähem, Barclay, was war das jetzt? Eins nach dem anderen. Du willst also heiraten, dich scheiden lassen und dann wieder heiraten und stellst jetzt schon mal fest, dass du nicht gekündigt werden darfst? Das stimmt, wenn du denn bei einem katholischen Krankenhaus oder ähnlichem angestellt wärst. Bist du aber nicht! Und was jetzt?“
Barclay: “ Jetzt lerne ich anständig Beinchen heben und heirate, lasse mich scheiden und du kündigst mich niemals. Abgesegnet vom Bischof!“
cu: “ ahhhhhja…. alles klar kleiner Mann. Sag Amber, dass sie aufpassen soll, welche Lebensphilosophien sie dir eintrichtert…  ach lass mal, sag ihr einfach, dass sie ein echter Knaller ist!“

03 Mai

Barclay nach seinem ersten 01. Mai

Barclay: „Duuuuu, cu, ich spüre da so ein hundsgemeines Kribbeln in der Nase – meiner Setternase wohlgemerkt! – und ich weiß nicht, ob das morgen früh schon wieder gut ist. Kann ich zu Hause bleiben???“
cu: „Aha, ein hundsgemeines Kribbeln- das kenne ich! Klar bleibst du zu Hause und ich komme dann und bringe dich als fürsorgliche Arbeitgeberin direkt zu Doc Windi, die dich dann mal richtig durchchecken wird: so mit Körpertemperatur messen (du weißt schon wo), großer Vitaminspritze….
Barclay: „Stopp! Vielleicht bin ich morgen früh auch wieder fit.“
cu:“ Frag heute Nacht mal deine Beraterin in allen Kanzleifragen Amber, wie fürsorglich ich bin und dann schauen wir weiter. Bei Doc Windi kannst du es mal mit deinem Augenaufschlag probieren, vielleicht behält sie dich auch im OP bei sich…“
Barclay: „Neieieinnnn! Vergiss es – ich fühle mich gleich besser. Mach doch nicht so ein großes Ding draus… Amber hat mich gestern Nacht schon gewarnt und mir prophezeit, dass dich der Tag der Arbeit nicht eben verständnisvoller macht.“
cu: “ Doch, macht er schon. Ich bin auch voller Mitgefühl bei kranken Bürohunden, frag Amber. Nur kannst du mich doch nicht im Stich lassen, weil du lieber zu Hause rum liegst. Außerdem, wer führt dich dann Gassi? Und wer schützt die Möbel von deinen Zahnattacken?
Barclay etwas kleinlaut: “ Bei dir hört sich das immer so schlimm an…“