24 Mrz

Frohe Ostern wünscht die Kanzlei.

Barclay sucht Ostereier...

Barclay: “ Du cu, wünschen wir jetzt allen Freunden, Kumpels und Mandanten der Kanzlei ein frohes Osterfest???“
cu: “ Du fragst Sachen: Ja klar machen wir das. Du schaust auch schon ganz erwartungsfroh, oder täusche ich mich da?“
Barclay:“ Ich? Nöööö, aber meine Freundin Franzi hat mir vorhin erzählt, dass es ganz viele Eier am Wochenende geben wird. ICH FREU MICH SO DRAUF!“
cu: “ Ganz ruhig, mein wilder Geselle. Die Hundepost funktioniert ja prima. Klar – du bekommst dein Osterei – wenn du es aufgefunden hast.“
Barclay: “ Das habe ich schon Franzi gesagt. Mal schauen, was ich dafür wieder tun muss… Sklaventreiber!“

16 Mrz

Barclay´s bester Freund, der Generalanwalt.

Barclay freut sich...

cu: „Barclay, du Räuber, du kriegst dich ja gar nicht mehr ein. Was ist los?“
Barclay: „Bald kann ich überall ins WLAN gehen und werde surfen, dass dir die Ohren sausen…“
cu: “ Hä???“
Barclay: “ Der Generalanwalt der Europäischen Union – so ein wichtiger Mann bei dem Titel – hat vor dem EuGH erklärt, dass Anbieter eines WLAN-Netzes nicht verantwortlich sind, wenn die Kunden oder Hunde illegal Daten herunter laden.“
cu: “ Sag mal Barclay, du schwarzer Teufel, spinnst du jetzt? Welche WLAN-Netze und welche illegalen Daten und von wegen „Hunde“ und herunterladen!“
Barclay: “ Tja cu, die Revolution ist voll im Gange! Jetzt nehme ich mir ein Tablet und surfe in der ganzen Nürnberger Innenstadt – von einem Hotel zum Cafe und zurück…. und ohne dass mich jemand drankriegen kann.“
cu: “ Ach du meinst das aktuelle Gutachten für den Europäischen Gerichtshof, nach dem die Störerhaftung nicht mit dem europäischem Recht vereinbar ist, wenn der WLAN-Zugang nebenher und um sonst ist…“
Barclay: “ Ja klar. Dann kann ich doch alles runterladen was ich will, oder?“
cu: „Solange dich niemand dabei erwischt, geht es zumindest dem Geschäft nicht an den Kragen. Ich sehe dich schon mit deinen Gordon Setter Pranken auf irgendwelchen filigranen Tablets rumtrommeln und die Menschenansammlung, die dir dabei zusieht. Also vergiss es – von wegen illegal und heimlich runterladen!“
Barclay:“ Menno….“

04 Mrz

Barclay und das private Surfen am Dienst PC.

Barclay: „cu, sag mal hast du mitbekommen, dass ich heute nacht bei dir im Arbeitszimmer geschlafen habe? Da stand dein Computer rum und ich war überrascht, wie einfach das geht…“
cu: „Wie war das, du gehst an meinen Computer und machst dort was?“
Barclay: “ Naja, surfen – was sonst? Und das beste, eine sanfte allwissende Stimme im Traum hat mir erklärt, dass du nicht reingucken darfst, was ich gemacht habe. Das wird nämlich als informelles Selbstbestimmungsrecht vor dir geschützt, ha! Ich bin nämlich dein Bürohund und damit Arbeitnehmer!“
cu: “ Da ist deine Traumberatung aber nicht ganz auf der Höhe der Zeit, Du Schlausetter. Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandeburg (Urteil vom 14.01.2016, Az.: 5 Sa 657/15) hat es bei eingeschränkter Erlaubnis zur privaten Nutzung des Dienstrechners erlaubt, dass der Arbeitgeber bei Verdacht auf übermäßigem privatem Surfen in der Arbeitszeit den Browserverlauf checken darf. Das führte dann zu einer außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund, die nach dem Landesarbeitsgericht rechtmäßig war. Kann sich aber noch ändern, weil Revision möglich ist.“
Barclay: „Du immer mit dem aktuellem Zeug. Meinetwegen, dann kündige mir doch…“
cu: „Ach Barclay, du gibst viel zu schnell auf. Du hast ja nicht in der Kanzlei gesurft, sondern zu Hause. Ich schau mal nachher, was du getrieben hast und wehe, du hast Unsinn gemacht. Anwälte haften nämlich für ihre Bürosetter…“
Barclay: „Och, nö, war nicht so erfolgreich, der Computer wollte irgendein Kennwort und mit meinem Pfoten habe ich das nicht so richtig hinbekommen. Aber das war total spannend!“
cu: „aha…:  SITZ-PLATZ-AUF DEINEN PLATZ!“

19 Feb

Barclay und die Kita Kosten

cu: „Schau mal ein Welpenfoto von dir – da warst du putzig!“
Barclay: „cu dass kann nicht ich sein, da bin ich ja WINZIG!“
cu:“ Tja Barclay. So war das mal… süss und harmlos in der Kita bei der Züchterin auf Gut Schönberg.“
Barclay: „Hast du das überhaupt gelesen, was der BGH geurteilt hat wegen der Kündigung des privaten Kita Platzes und den zu verechnenden Kosten??? Ich bin empört!“
cu: “ Naja, entsetzt brauchst du nicht sein. Der BGH hat festgestellt, dass der Vertrag zwischen einer Familie und der privaten Kita eine 2 monatige Kündigungsfrist enthalten darf. Wenn der Nachwuchs sich dort nicht wohl fühlt und die Eltern kündigen, müssen sie die Kündigungsfrist zahlen. Aber die gesparten Verpflegungskosten muss von der Gebühr abgezogen werden. Das sind ganz allgemeine Rechtsgrundsätze. Für Juristen nicht wirklich überraschend.“
Barclay: “ Ach du mit deinem Anwaltsdenken. Ich habe heute Nacht geträumt und mir vorgestellt, was passiert wäre, wenn ich dort angemeldet gewesen wäre und die zum Beispiel mich nicht ausreichend gefüttert hätten und ich verhungert wäre und die nicht mit mir raus gegangen wären und so und überhaupt und ….
cu: “ STOPP! Barky, reg dich nicht auf. Dein Futter steht in der Küche, die Gassigeh Schuhe sind eingepackt und unsere Spielgruppe ist ab 12:45 Uhr gebucht. Also alles gut, reg dich nicht auf. Wäre so etwas vorgefallen in deiner Hunde Kita, hätte ich dich befreit. Aber sag mal, seit wann diskutieren wir hier über Hunde Kitas… gab’s bei uns noch nie und wird es auch nicht geben. Du bist doch Kanzleihund!
Barclay: “ Hihi, das hat lange gedauert…. Ich freue mich schon auf heute Mittag!“
cu: „Teufelsbraten, geh schlafen!“

22 Jan

Barclay und die unberechtigten Forderungen

Barclay: „Oh Gott cu, ich kann mich ja gar nicht mehr anschauen …. habe meine ganze Farbe verloren!“
cu: “ Barclay ganz ruhig, du schaust dir dein Foto an und unsere Hausfotografin hat es schwarz weiß bearbeitet. Bist auch noch haselnussbraun, oder wie der Gordon Setter Fachmann sagt: rot.“
Barclay: „Uff. Dann ist der Tag nicht noch schlimmer als er vorher war. Weißt du was der kleine Rehpinscher vorhin zu mir gesagt hat? Ich hätte ihm seine Stocksammlung zerlegt und er würde nun seinen Anwalt beauftragen, dir ein Forderungsschreiben zu schicken. Du solltest dann die Stöckchen, Anwaltskosten und zusätzlich Schmerzensgeld zahlen. Und dann müsste ich dich beauftragen und du würdest dann deine Kosten wieder fordern… mir ist ganz schwindlig…“
cu: “ Ganz ruhig schwarz-brauner… Die Anwaltskosten muss man hier in D-Land zahlen, wenn man etwas zerstört hat und mein Hund tut so was auf keinen Fall, nicht wahr?
Barclay: „Ähem…“
cu: “ Und ansonsten kann einem bei so was schon schwindlig werden. Denn wenn ich nun dieses Schreiben beantworten würde und natürlich abstreiten, dass mein ruhiger, wohlerzogener kleiner süßer Hund so etwas machen würde, könnte ich meine Anwaltskosten bei einer sog. unberechtigten Forderung grundsätzlich nicht erfolgreich durchsetzen, es sei denn die Forderung wäre in betrügerischer Absicht erhoben…“
Barclay: “ Naja, also ähem, tja was soll ich dazu sagen… vielleicht hatte ich das eine oder andere Stöckchen mal angeschnüffelt oder so.. aber nicht schlimm!!! Kommen wir da wieder raus?“
cu:“ Kleiner Teufel, morgen treffen wir den anderen wieder und du bringst ihm ein paar Stöckchen. Und verträgst dich und bist brav!!!“
Barclay: “ Bin doch ein Setter. Klar vertrag ich mich, der ist nur so zimperlich… jaja, ich versprech´s… MANNO.

31 Dez

Prost Neujahr!

Barclay und der Rest der Kanzlei wünschen allen Freunden und Mandanten ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2016!

Barclay verspricht im neuen Jahr regelmäßige Blog-Beiträge. Er hatte während der Feiertage genug zu lesen und konnte sich weiterbilden. Wie wir ihn kennen, wird er wieder mit Hilfe der ewigen Jagdgründe (unsere Amber, die uns im März 2015 verlassen hat „wohnt“ da) Licht in die juristischen Untiefen bringen… Wait and see… (sagt unser Schotte = Gordon Setter).

24 Nov

Setterschwemme in der Mietwohnung

Barclay: „Du cu, sag mal, ich habe gelesen, dass laut Amtsgericht Augsburg eine Wohnung erfolgreich gekündigt werden konnte, weil der Mieter zu viele Katzen darin  gehalten hat. Er hatte nur die Erlaubnis für eine. Kann das sein, dass du keine 100 Setter bei dir zu Hause einziehen lassen darfst?“
cu:“ Ähem… 100 …. Setter … in … der … Wohnung???? Da brauche ich keinen Vermieter, der mir die Wohnung kündigt! Stell dir vor, wie lange die brauchen würden, mit 100 fachen Beißerchen  die hölzernen Eirichtungsgegenstände und alles andere zu schreddern…. NEIN! Vergiss es!“
Barclay: “ Ist ja gut, reg dich ab, als wenn ich so schlimm wäre!“
cu: „Dich und das mal 100 und du kannst die Abrissbirne bestellen!“
Barclay: „Blablabla… Ich bin ein feiner Hund und das bisschen Holz, das mal ab und zu geraspelt wird, ist doch nicht so schlimm. Du übertreibst!“
cu: “ Nein, ich übertreibe definitiv nicht und die Vorstellung von 100 von dir in der Wohnung verursacht mir Alpträume. AUS SCHLUSS SCHLAF!“
Barclay für sich: “ Manno, die übertreibt mal wieder… ich bin halt ein großer Hund und noch am Wachsen. Da darf mal doch wohl mal was knabbern…“
09 Okt

Setterfortbildung und Mieter im Glück

Barclay in Klausur

Barclay: „Hör mal cu,  ich habe im Netz gelesen, dass  sich Vermieter mit ihren Kleinreparaturklauseln auch nicht mehr auf sicherem Boden befinden.“
cu: “ Stimmt du Schlausetter, du lernst wirklich schnell. Bist du wieder heimlich an den Büro PC geschlichen?“
Barclay: „Nööö, ich habe doch immer Nachts juristische Setterfortbildung mit Amber…“
cu: “ Alles klar, die Große in den ewigen Jagdgründen steckt dahinter. Aber ihr habt Recht, auch bei den Klauseln im Wohnmietvertrag, die bestimmen, dass die Mieter alle Kleinreparaturen bis zu einer gewissen Grenze (auch jährlich nach oben gedeckelt) übernehmen müssen, hat jetzt das AG Zossen im Juni 2015 -Urteil v. 11.6.2015, 4 C 50/15- geurteilt: „Kleinreparaturklauseln dürfen sich nur auf diejenigen Teile der Mietsache beziehen, die häufig dem Zugriff des Mieters ausgesetzt sind. Hierzu gehören Installationsgegenstände für Elektrizität, Gas und Wasser, Heiz- und Kocheinrichtungen, Fenster- und Türverschlüsse sowie Verschlussvorrichtungen von Fensterläden.“ Alle nicht häufig dem Zugriff unterliegenden Teile wie zum Beispiel die Flurbeleuchtung dürfen aber nicht davon umfasst sein Ist die Klausel nämlich zu weit gefasst und umfasst auch die Teile, auf die der Mieter nicht häufig Zugriff hat, ist die gesamte Regelung unwirksam. Der Mieter muss also gar nichts zahlen, weil ohne wirksame Klausel der Vermieter alles instand halten muss.“
Barclay: „Also bei Amber hat sich das heute Nacht viel lustiger angehört. Sie meinte, dass ich jetzt alles im Büro straffrei anknabbern darf…“
cu: „Du weist, das könnte die Höchststrafe bedeuten: Knochen gestrichen!!!“
Barclay: “ Ach… war doch nur Spaß, würde ich niemals machen… (Für sich: bin ich blöd?)“

24 Sep

Barclay und die Versetzungsklausel

Setter at work

Barclay: „cu, das ist ja schrecklich, was bei euch im Arbeitsrecht gemacht wird!“
cu: “ Was ist denn los, Barclay. Was beunruhigt dich ? Sind die Knochen ausgegangen?“
Barclay:“ Neieieiein, das nicht aber ich habe in deiner arbeitsrechtlichen Fachliteratur gestöbert und da schreiben doch tatsächlich Arbeitgeber in den Arbeitsvertrag, dass die Mitarbeiter überall eingesetzt werden können, auch weit weg von ihrem Zuhause. Das geht doch nicht! Stell dir vor, ich müsste aus Haus und Kanzlei ausziehen und stände da ohne ein EINZIGES Körbchen, Schlummerdecken und sonstige Setter Hilfsmittel!!! Geht doch nicht!“
cu:“ Ja genau und selbst außerhalb der Setterwelt geht das nicht so ganz einfach. Du hast bestimmt den Fall des Landesarbeitsgericht Schleswig Holstein gelesen. Das LAG hat in seiner Entscheidung aus August 2015 bestätigt, dass ein Arbeitgeber sich das Recht vorbehalten darf, seine Arbeitnehmer zu versetzen, aber nicht ohne Grenzen zu beachten. Der Arbeitgeber muss – jetzt pass schön auf kleiner Setterjunge – nach billigem Ermessen alle wechselseitigen Umstände und Interessen abwägen und angemessen berücksichtigen.“
Barclay: „Hä? Was?“
cu: “ In dem Fall, über den entschieden wurde musste der Arbeitgeber auch die sozialen Lebensumstände berücksichtigen; also familiäre Belange, soweit nicht betriebliche Gründe oder Belange anderer Kollegen entgegenstanden.“
Barclay:“ Alles klar: soziale Lebensumstände sind bei mir eindeutig die Körbchen und Setterspielzeuge und und und…“
cu:“ Ich versetze dich schon nicht, reg dich wieder ab und kaue an deiner Wurzel weiter… nein, NICHT DER TEPPICH!!!“

17 Sep

Barclay und die Pelzindustrie

Barclay als Strandläufer

cu: „Barclay, du schaust aber toll aus vor den Atlantikwellen…“
Barclay: „Ja genau, und du hast versprochen, dass wir da nächstes Jahr wieder hinfahren! Apropos toll aussehen: Ich hatte heute Nacht wieder eine Lehrstunde von der unglaublich schlauen Setterhündin (Anm. d. Red: das kann nur Amber sein – unser verblichener und schwer vermisster Kanzleihund). Weißt du was die mir erzählte? Ihr Zweibeiner tötet flauschige hübsche Tiere nur wegen deren Fell. Ich überlege schon, ob ich das Fellwachstum SOFORT einstelle.“
cu: “ Beruhige dich – es soll bald eine Änderung im Tierschutzgesetz geben. Die Pelztierhaltung soll langfristig verboten werden, um unnötiges Leiden von Tieren zu vermeiden. Die Tötung von Tieren sei mit dem Grundgesetz nach Art 20 a nur dann vereinbar, wenn es dabei um höherwertige Interessen ginge. Bei der Tötung, nur um einen Pelz zu gewinnen, ist das eben nicht der Fall.“
Barclay: „Ha, meinen Pelz kriegt gar niemand!!!“
cu: „Du bist auch kein Nutztier (die Betonung liegt auf „Nutz“, das kommt von Nutzen oder nützlich!). Außerdem zweifle ich daran, dass jemand es gerade auf deinen pubertären Pelz abgesehen haben könnte…“
Barclay: „Frechheit! Mein Pelz riecht wie ein frischer Frühlingswind!“
cu: „Genau. Und mein Name ist Hase.“
Barclay springt auf: „WAS – WO – HASE, wo ist der, was traut der sich???“